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Features

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Radiokolleg

Umkämpfte Insel der Aphrodite (2). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Der Legende nach soll Aphrodite, die antike Göttin der Liebe, östlich des Ortes Paphos den Wellen des Mittelmeers entstiegen sein. Wie immer Wissenschafter heute dazu stehen, der Mythos und der Aphrodite-Felsen kommen jedenfalls der zypriotischen Tourismuswirtschaft zugute. Dabei ist das griechische Element nur ein Teil des historisch-kulturellen Erbes von Zypern. Die nach Sizilien und Sardinien drittgrößte Mittelmeerinsel weckte aufgrund ihrer geographischen Lage viele Begehrlichkeiten und nahm ganz unterschiedliche Einflüsse auf, von den alten Reichen Hethitern und Assyrern über Mykene, Griechen, Römer, Genuesen und Venezianer bis hin zu den Osmanen und Briten. Die nächsten Nachbarn sind die Türkei und Syrien, gefolgt von Ägypten und - mit einigem Abstand - das griechische Festland. Dennoch dominieren in der Bevölkerung die Zyperngriechen, die knapp drei Viertel der Bevölkerung stellen, gegenüber knapp einem Viertel Zyperntürken. Bereits während der Vorherrschaft der Briten, die die Insel 1914 von den Osmanen übernahmen und dann zu einer Kronkolonie machten, kam es zu Unruhen. Die Spannungen verschärften sich nach der Unabhängigkeit Zyperns 1960. Griechisch-zypriotisch Nationalisten, die von der damals in Athen herrschenden Militärjunta unterstützt wurden, wollten den Anschluss an Griechenland. In der Folge besetzte die Türkei den Nordteil der Insel. Seit 1974 ist die Insel de facto geteilt in die Republik Zypern im Süden und die Türkische Republik Nordzypern, die allerdings nur von der Türkei anerkannt wird. Pläne zu einer Wiedervereinigung sind bis dato gescheitert. Dennoch nahm die EU Zypern 2004 als Mitglied auf, und zwar mit ihrem gesamten völkerrechtlich anerkannten Territorium. Verhandlungen gibt es immer wieder, auch äußern manche Seiten den Wunsch nach einer Lösung, doch eine solche ist nicht in Sicht.
09:05 Uhr - Ö1

radioWissen

Die griechische Tragödie Theater als Wettkampf Sophokles Dichter im Dienst des Dionysos Das Kalenderblatt 19.3.1741 Priesterkandidat Casanova simuliert Ohnmacht, da zum Predigen zu verkatert Von Simon Demmelhuber Die griechische Tragödie - Theater als Wettkampf Autorin: Astrid Mayerle / Regie: Martin Trauner Reisende kamen aus dem gesamten Umland nach Athen, wenn die alljährlichen Dionysien stattfanden. Sie besuchten zusammen mit der städtischen Bevölkerung das mehrtägige Festival. Zu diesem Open Air gehörte, dass Chöre Hymnen singend durch die Stadt zogen, das Publikum lautstark über den Theaterdichter des Jahres abstimmte und Götter in Flugmaschinen vom Himmel schwebten. Die Kultur hatte eine enorme Bedeutung im antiken Griechenland und ebenso die Dichter, die die bekannten Tragödien schrieben: Aischylos, Sophokles und Euripides. Die hochdramatischen Themen ihrer Stücke haben damit zu tun, dass sich Griechenland in einer völlig neuen politischen Situation befand: Die Anfänge der Demokratie entwickelten sich und die Griechen fragten sich: Wer wollen wir sein als Staat und als Gesellschaft? Welche Rolle sollen die Herrschenden spielen, welche das Volk? Was ist Recht, was Unrecht? Wie entsteht Ordnung? - Bis heute aktuelle Fragen. Daher kommen die wuchtigen Stücke der antiken Tragödiendichter noch immer auf die Bühnen - wenn auch sehr anders inszeniert als zu ihrer Entstehungszeit. Sophokles - Dichter im Dienst des Dionysos Autor und Regie: Martin Trauner An die 130 Dramen hat Sophokles verfasst. Alle widmet er dem Gott des Rausches, der Ekstase: Dionysos. Und ein jedes Drama sollte nur ein einziges mal aufgeführt werden: im Frühjahr in Athen, zu den jährlichen Dionysien, den Weihespielen für den Herrscher über das Unbeherrschte. Nur sieben Dramen des Sophokles haben die Zeiten überdauert. Doch diese verbliebenen Stücke gingen ein in das Fundament der europäischen Geistesgeschichte. Und seither bereichern die tragischen Figuren Elektra, Antigone oder Ödipus nicht nur die Theaterbühnen, sondern vor allem das Denken der Menschen. Bis heute. Moderation: Christian Schuler Redaktion: Andrea Bräu
09:05 Uhr - Bayern 2

Radiokolleg

Die Wissenschaft vom Ein - und Ausschalten der Gene (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Jeder Mensch ist einzigartig. Bis zur Jahrtausendwende galt die Lehrmeinung, dass Gene dafür verantwortlich sind. Ihr unverwechselbares Profil, das im Erbgut eines Menschen angelegt ist, bestimmt Haarfarbe, Körpergröße und die Breite von Backenknochen. Doch zahlreiche Eigenschaften eines Menschen, wie sein Gesundheitszustand oder die körperliche und psychische Verfassung, hängen davon ab, wann welche Gene aktiv sind. Gene an sich sind wie ein dickes offenes Buch, das erst gelesen werden muss. Biochemischen Vorgänge aktivieren Gene oder stellen sie ruhig. Abhängig sind diese Prozesse von Umwelteinflüssen und dem sozio-psychologischen Umfeld eines Menschen. So konnte die Neuroepigenetikerin Isabelle Mansuy von der ETH Zürich nachweisen, dass traumatische Erlebnisse bis in die 3. Generation vererbt werden. Ebenfalls belegt ist, dass günstige Lebensumstände wiederum heilend wirken. Für den Psychoneuroimmunologen Christian Schubert von der Universität Innsbruck bietet die Epigenetik einen neuen Zugang zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit eines Menschen. Denn eine Veränderung im Lebensstil oder psychotherapeutische Konfliktbearbeitung können epigenetische Prozesse positiv beeinflussen. Damit wird das Spektrum der Heilungschancen erweitert.
09:30 Uhr - Ö1

Radiokolleg

Die Erfolgsgeschichte des Kopfhörers (2). Gestaltung: Anna Masoner Ob in der U-Bahn, im Fitnessstudio oder im Großraumbüro: man findet sie überall und in allen erdenklichen Varianten. Diskret ins Ohr gestöpselt oder als überdimensionale Ohrummantelungen, sind sie "signature piece" des modebewussten Stadtbewohners. Groß geworden ist der Kopfhörer, als Musik tragbar wurde: 1979 brachte Sony den Walkman heraus und mit ihm den mobilen Kopfhörer. Doch der Kopfhörer hat noch ein paar Jahre mehr auf dem Buckel. Wer genau den ersten gebaut hat, lässt sich nicht sagen. Der französische Ingenieur Ernest Mercadier meldete jedenfalls 1891 das erste Patent für einen Kopfhörer an. Das "bi-telephone" war für Telefonistinnen gedacht, sie konnten sich das zangenartige Gerät in die Ohren stecken und hatten so beide Hände frei. Heute verschaffen Kopfhörer nicht nur Bewegungsfreiheit, Style oder den perfekten Klang, sondern auch akustische Privatssphäre. Sie ziehen unsichtbare Wände hoch zwischen uns und unseren Mitmenschen, ob in Büros oder Öffis.
09:45 Uhr - Ö1

radioWissen am Nachmittag

Beethovens Leben Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen Beethovens Sonaten Das Neue Testament der Klaviermusik Das Kalenderblatt 19.3.1741 Priesterkandidat Casanova simuliert Ohnmacht, da zum Predigen zu verkatert Von Simon Demmelhuber Beethovens Leben - Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen Autor: Wieland Schmid / Regie: Irene Schuck Er war ein Eigenbrötler, ein Choleriker, er trank. Er war nicht schön und noch dazu nicht sehr gepflegt, aber die Frauenherzen flogen ihm zu. Er hatte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Vor allem aber war er ein Musikalisches Genie. Beethovens Musikalität war sicher genetisch codiert: Vater und Großvater waren Sänger im kurfürstlichen Orchester in Bonn. Der kleine Ludwig sollte aber - nach dem Willen des Vaters - mehr werden. Ein "Wunderkind" ... wie Mozart. Bereits für den Vierjährigen hieß das, nachts aus dem Schlaf gerissen und ans Klavier gezerrt zu werden. Neben den Tasten war allerdings auch die Alkohol-Fahne des Vaters prägend. Beethovens Genialität hat sich "trotzdem" entfaltet und zwar gewaltig. Rasch wird der gebürtige Rheinländer Beethoven in einem Atemzug mit Mozart und Haydn genannt - als einer der drei großen "Wiener Klassiker". Beethovens Sonaten - Das Neue Testament der Klaviermusik Autor: Johannes Roßteuscher / Regie: Frank Halbach Beethovens Instrument war das Klavier. Für kein Instrument komponierte er so viele Werke. Seine 32 Klaviersonaten sind Prüfstein für jeden Pianisten - und zeigen beispielhaft Beethovens Weg vom Wiener Klassiker zum ersten Romantiker. Beethoven selbst galt als einer der besten Pianisten der Welt. Wenn er am Klavier improvisierte, brachen Zuhörer regelmäßig in Tränen aus - was den bärbeißigen Beethoven manchmal so ärgerte, dass er vom Flügel aufsprang und den Vortrag abbrach. "Wer kann unter so verwöhnten Kindern leben?" Als Komponist widmete Beethoven dem Klavier den größten Teil seiner Schaffenskraft. Er komponierte neun Symphonien, 16 oder 17 Streichquartette - aber eben auch 32 Klaviersonaten, von denen mindestens 29 als hervorragende Kompositionen gelten. Der Pianist und Dirigent Hans von Bülow hat es auf den Punkt gebracht: "Das Neue Testament des Klavierspiels". Moderation: Redaktion: Andrea Bräu
15:05 Uhr - Bayern 2

Tonspuren

Die Beobachterin. Porträt der Berliner Autorin Ulrike Edschmid. Feature von Lukas Tremetsberger Ulrike Edschmid ist eine Autorin, die keine Scheu hat, sehr persönliche Erlebnisse in ihren Romanen zu verarbeiten. Und der es dennoch gelingt, mit einer nüchternen, beobachtenden Sprache stets Distanz zur Wirklichkeit zu halten. Als sie mit ihrem kleinen Sohn Mitte der 1960er Jahre nach Berlin zieht, wird Edschmid Teil der Studentenbewegung und begründet die ersten Kinderläden mit. Ihr Roman "Das Verschwinden des Philip S." erscheint 2013 und handelt von der Veränderung ihres damaligen Lebensgefährten, einem Schweizer Filmstudenten. Der plant sein Verschwinden aus dem Leben von Ulrike Edschmid und geht in den bewaffneten Untergrund. 1975 wird er auf einem Parkplatz bei einer Polizeikontrolle erschossen. Ein gutes Jahrzehnt danach stürzt ihr heutiger Mann beim Renovieren der Wohnung in Berlin-Charlottenburg, die das Paar gerade beziehen will, von der Leiter und wird querschnittgelähmt. In "Ein Mann, der fällt" beschreibt Edschmid den mühevollen Weg zurück aus der Klinik, in die Wohnung, in den Alltag und den Beruf. Gleichzeitig zeichnet die Autorin ein präzises Bild des Hauses, in dem sie wohnt, und des Stadtteils Charlottenburg.
16:05 Uhr - Ö1

Das Feature

70 Jahre Grundgesetz Christen proben den Ungehorsam Die Realität des Kirchenasyls in Deutschland Von Rupert Neudeck Regie: Peter Behrendsen Produktion: Dlf 1994 Nach der Einschränkung des Asylrechts im Jahr 1993 und einer Welle von Abschiebungen nahmen immer mehr Kirchengemeinden Flüchtlinge in Kirchen und Pfarrhäusern auf, um sie vor dem Zugriff der Polizei zu schützen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik war das Verhältnis von Staat und Kirchen ernsthaft gestört. Bis dahin hatten sich die Kirchen als staatstreu erwiesen und dank Kirchensteuer, Konkordaten und juristischem Tendenzschutz von dieser Staatsnähe profitiert. Die Kirchenasylbewegung dagegen wurde von Bischöfen beider Konfessionen gestützt. Vor allem Politiker der Union waren verstimmt. Für die Gemeindemitglieder war diese Form des zivilen Ungehorsams ungewohnt und nicht ohne Risiko - war doch zu Beginn völlig unklar, ob der Staat den geschützten Raum der Kirche respektieren, oder Pfarrer und Gemeinderäte zur Verantwortung ziehen würde. Diese Sendung ist Teil der Denkfabrik Grundgesetz. Christen proben den Ungehorsam - Die Realität des Kirchenasyls in Deutschland
19:15 Uhr - Deutschlandfunk

Zeitfragen. Feature

Wir verkaufen Emotionen Erlebnisshopping ist die Zukunft des Handels Von Mirko Heinemann Um der stark wachsenden Online-Konkurrenz zu begegnen, müssen sich Händler immer neue Kniffe einfallen lassen. Als Gegentrend zum bequemen, aber eher reizarmen Einkauf im Internet erweist sich derzeit das Erlebnisshopping. Die Käufer von heute wollen nicht nur das Produkt erwerben, sondern ebenso damit verknüpfte Emotionen und Geschichten. Wir zeigen, wie das in der Praxis funktioniert: Wir besuchen eine abendliche Verkaufsparty, begleiten einen Außendienstler beim Haustürgeschäft, testen unsere Bergtauglichkeit in der Höhenkammer eines Outdoor-Ausrüsters und erzählen die Erfolgsstory eines Händlers von Fantasy-Artikeln.
19:30 Uhr - Deutschlandfunk Kultur

SWR2 Lesenswert Feature

"Dich, Amsel, liebe ich" Der irische Dichter Seamus Heaney Von Norbert Hummelt Seamus Heaney (1939 - 2013), ältestes von neun Kindern eines nordirischen Bauern, erhielt 1995 den Literatur-Nobelpreis - für eine Lyrik, die immer auf den Spuren ihrer Herkunft blieb und zum Zeugen der Gewalt wurde, wie sie Irland lange heimsuchte. Norbert Hummelt hat mit Lyrikerkollegen gesprochen, die dem Dichter begegnet sind, zu den Orten seines Lebens pilgerten oder nur von Ferne seine knappen, erdigen, sinnlichen Verse bewundern. Und immer wieder hüpft eine Amsel durchs Bild - vielleicht dieselbe, die einst ihr Nest in die ausgestreckte Hand des heiligen Kevin baute ...
22:03 Uhr - SWR2

Radiokolleg

Zypern. Umkämpfte Insel der Aphrodite (2). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Epigenetik. Die Wissenschaft vom Ein - und Ausschalten der Gene (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Auf die Ohren. Die Erfolgsgeschichte des Kopfhörers (2). Gestaltung: Anna Masoner
22:08 Uhr - Ö1

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